Rosika Schwimmer war eine ungarische Frauenrechtsaktivistin und Pazifistin. 1877 wird sie in Budapest in eine jüdische Familie geboren. Als Journalistin arbeitet sie zu Themen wie Mutterschaft und Kinderschutz und übersetzt auch feministische Texte ins Ungarische. Anfang des 20. Jahrhunderts gründet sie den Landesverein der Arbeiterinnen Ungarns sowie den Verein der Feministinnen und ist im Weltbund für Frauenstimmrecht aktiv. Während des Ersten Weltkriegs engagiert sie sich außerdem als Friedensaktivistin. Nach einem kurzen Einsatz als Botschafterin Ungarns geht sie 1919 ins Exil in die USA. Dort sieht sie sich mit Vorwürfen konfrontiert, unpatriotisch, illoyal oder gar eine Spionin für Deutschland zu sein. In den 1930ern engagiert sie sich für den Weltfrieden und spricht sich für ein Weltbürgertum aus. Kurz vor ihrem Tod 1948 wird sie für den Friedensnobelpreis nominiert.