Leigh Davids war eine südafrikanische Aktivistin, die sich zeitlebens für die Rechte von trans Menschen in der Sexarbeit starkmachte. Als HIV-positive Sexarbeiterin, die aufgrund von Ablehnung ihrer Transidentität bereits mit 14 Jahren ihre Familie verlassen musste, erlebte sie selbst Obdachlosigkeit, Polizeigewalt und Ausgrenzung.
2010 gründete sie die Selbsthilfegruppe SistaazHood, die trans Frauen in der Sexarbeit unterstützt und sich gegen transfeindliche Gewalt, Armut und soziale Marginalisierung einsetzt. Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der Kritik an der diskriminierenden Gesundheitsversorgung in Südafrika, die vor allem armutsbetroffenen queeren Menschen den Zugang zu lebenswichtigen HIV-Behandlungen erschwert.
Für ihr Engagement wurde Davids von der transfeministischen Organisation Social Health Empowerment ausgezeichnet. Im Februar 2019 starb sie kurz vor ihrem 40. Geburtstag an den Folgen ihrer AIDS-Erkrankung. Bis zuletzt hatte sie die drastisch verringerte Lebenserwartung von trans Frauen angeprangert.
[tt]