1930 in New York geboren, wächst Faith Ringgold unter dem Einfluss der sogenannten Harlem Renaissance auf, einer künstlerischen Bewegung im New Yorker Stadtteil Harlem, die Schwarze Identität durch Literatur, Musik und Tanz feierte. Auch Ringgold drückt mit verschiedenen Kunstformen ihren Protest gegen Rassismus aus. Bekannt ist sie vor allem für ihre Textilkunst. So schuf sie großformatige Quilts, mit denen sie nicht nur von historischen Schwarzen Frauen erzählte, sondern auch von Alltagsrassismus und feministischem Kampf. Als sich nämlich die Türen der Kunstwelt für Schwarze endlich zumindest einen Spaltbreit öffneten, galt das vor allem für männliche Künstler. Faith Ringgold engagierte sich gemeinsam mit ihrer Tochter gegen die Diskriminierung weiblicher Künstlerinnen, ein Jahr später organisiert sie die erste New Yorker Ausstellung, die nur Schwarze Künstlerinnen ausstellt. Ihr Werk wird dennoch lange übersehen, erst spät wird sie gewürdigt. 2024 verstirbt sie im Alter von 93 Jahren.